Yi Jin Jing 易筋经

„Yi Jin Jing” ist chinesisch und bedeutet in etwa „Einfacher Muskel-Sehnen-Klassiker”.

Der indische Mönch Bodhidharma, der auch als Gründer des Zen-Buddhismus gilt, soll 526 n.Chr. zum Shaolin Kloster nach China gekommen sein und dort die Qi Gong-Übungen des Yi Jin Jing zum Ausgleich für lange sitzende Meditationsübungen eingeführt haben.

Yi Jin Jing eignet sich daher auch besonders als Ausgleich für andere sitzende Tätigkeiten.

Die nachfolgende Auflistung dient als Gedächtnisstütze für den Übungsablauf des Yi Jin Jing:

  1. Wei Tuo zeigt den Stab:
    Füße parallel, Arme lang erst nach vorne, zur Seite und dann nach oben strecken und bei der Bewegung nach oben auf die Fußballen stellen.
  2. Einen Stern pflücken und einen Sternhaufen austauschen:
    Füße parallel, die Arme abwechselnd seitlich heben, Handgelenke aufwärts strecken, am höchsten Punkt der Bewegung die Hand drehen und abwärts Handgelenke beugen. Seitenwechsel. Die freie Hand ist jeweils hinter dem Rücken.
  3. Neun Kühe am Schwanz ziehen:
    Füße stehen einen Schritt auseinander, die Arme sind nach vorne und hinten gestreckt und werden dann kraftvoll zusammengezogen, so daß die Fäuste auf der Körpermittellinie (eine vorne, die andere hinten) enden. Seitenwechsel.
  4. Klauen zeigen und die Flügel spreizen:
    Handflächen zeigen nach vorne, Handgelenke gebeugt, Schultern erst nach hinten und dann Arme vorne strecken. Vorne dann die Handgelenke entspannen.
  5. Neun Geister ziehen Schwerter:
    Ellbogen angewinkelt, einer oben der andere unten, Hände hinter dem Rücken, die Schulter nach oben außen und innen unten strecken. Seitenwechsel.
  6. Drei Teller fallen zu Boden:
    Füße parallel und weit auseinander, Arme und Hände sind zur Seite ausgestreckt, Kniebeugen. Bei der Bewegung nach unten mit „Hai” ausatmen.
  7. Der schwarze Drache zeigt seine Klauen:
    Ischios dehnen: Beine gestreckt, eine Hande an der Hüfte, die andere Hand wandert weit zur Seite, nach unten, um die Füße herum und dann wieder hoch zur Hüfte. Seitenwechsel.
  8. Der Tiger springt auf seine Beute:
    Adduktoren und dann Hüftbeuger dehnen: Die Füße stehen auseinander und rechtwinklig zueinander, die Wirbelsäule beugt sich abwechselnd nach vorne und hinten, so daß die Adduktoren abwechselnd gedehnt werden. Da geht man nach vorne unten, dreht den hinteren Fuß, schaut nach oben und dehnt den Hüftbeuger. Seitenwechsel.
  9. Sich zum Gruß verbeugen:
    Rückseite dehnen: Beide Hände auf die Ohren, Finger in den Nacken, Beine gestreckt, mit dem Rumpf nach vorne unten und wieder hoch rollen.
  10. Mit dem Schwanz wedeln:
    Flanken dehnen: Beine gestreckt, mit dem Rumpf nach vorne unten, Arme gestreckt mit den Händen verschränkt nach unten und dann abwechselnd rechts und links mit dem erhobenen Kopf schauen.

Letzte Änderung: 1.4.2015


Eike Kujaw
Heilpraktiker
Darmstadt


Aber der HERR sprach zu ihm: Strecke deine Hand aus und erhasche sie beim Schwanz.
Da streckte er seine Hand aus und ergriff sie, und sie ward zum Stab in seiner Hand.
(2. Mose 4,4)
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